10 Dinge, die du über Wein wissen musst

Du versuchst gerade, in die Welt des Weins einzutauchen? Das Getränk der Götter fasziniert seit Jahrtausenden Menschen auf der ganzen Welt. Wir werden dir reinen Wein einschenken und verraten dir 10 Dinge, die du definitiv über Wein wissen solltest. So kannst du auch der nächsten Weinverkostung bei deinen Gesprächspartnern punkten.

1. Theorie und Praxis: Weinbau als Wissenschaft

Hast du schon einmal mit einem Önologen gesprochen? Glückwunsch, dann hattest du es mit einem echten Weinkenner zu tun. Tatsächlich kann die Weinkunde in vielen europäischen Ländern studiert werden. Die Önologie wird mit einer Bachelor- oder Master-Arbeit an einer Hochschule abgeschlossen. In Deutschland, Frankreich, der Schweiz und Österreich ist der Studiengang der Weinkellerei anerkannt. Wie viele Studenten der Önologie es gibt, ist statistisch nicht erhoben.

2. So individuell wie der Mensch: Aromen im Wein

Jeder Wein riecht anders. Wissenschaftler haben bisher über 1000 verschiedene Aromen in dem Getränk nachgewiesen. Viele diese Aromen stammen aus der Tier- und Pflanzenwelt und sind ganz natürliche Zusätze. Da die Aromastoffe selten im gleichen Verhältnis nachzuweisen sind, hat jeder Jahrgang eines Weines sein ganz eigenes Aroma. In jeder Rebsorte und in jedem Anbaugebiet unterscheiden sich die nachweisbaren Aromen in den Trauben, die zu Wein verarbeitet werden.

3. Tradition trifft Moderne: Der Streit um den Korken

Am Verschluss scheiden sich die Geister. Traditionalisten schwören auf den Korkverschluss. Schon im antiken Griechenland und Ägypten wurden Gefäße mit Korkdeckel verschlossen. Das typische "Ploppen" beim Öffnen weckt Gefühle und macht Lust auf das Trinken. Aus wissenschaftlicher Sicht gibt es jedoch keine nennenswerte Unterschiede zwischen Kork, Glas- oder Plastikverschluss.
Ein billiger Wein ist nicht daran zu erkennen, welchen Verschluss er hat. Es ist schlicht eine Frage des Geldes und des Geschmacks. Hochwertige Weine werden noch heute meist mit einem Korkverschluss versiegelt – aus Tradition.

4. Eine Flasche Wein oder ein Auto? Weine und Ihr Preis

Auf Auktionen werden immer höhere Preise für hochklassige Weine geboten. Sammler reißen sich um einen guten Jahrgang. Ein 13 Jahre alter Rotwein ist in Deutschland 2015 für über 14.000 Euro verkauft worden. 12.000€ pro 0,75-l-Flasche ist der höchste Preis, der je für einen neuen Wein gezahlt wurde.  Damit sicherte sich Egon Müller vom Schrzhof aus Wiltingen einen neuen Rekord mit seiner 2003er Trockenbeerenauslese.
In der Rangliste der 15 teuersten Weine der Welt schaffen es fast nur französische Produkte. Der Spitzenreiter ist seit Jahren der Domaines Barons de Rothschild. Liebhabern ist eine Flasche des Getränks bis zu 140.000 Euro wert. Die meisten Menschen investieren solche Summen in ihr Eigenheim, andere in eine gute Flasche Rotwein.

5. Der perfekte Ort für den edlen Tropfen: Lagerung von Weinen

Auch ohne Weinkeller lässt sich Wein gut lagern und noch einiger Zeit genießen. Der ideale Lagerplatz für deinen Wein ist möglichst dunkel, kühl und nicht zu trocken. In der Waschküche, dem unbenutzten Gästezimmer oder in der Garage kannst du passende Orte finden.
Wenn du etwas mehr Platz zu Hause hast, dann kannst du dir auch einen Weinkühler kaufen. Diese Kühlschränke sind ideal temperiert und eine echte Alternative zum Weinkeller.

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6. Je teurer desto besser? Welcher Wein zu dir passt

Ein teurer Wein ist nicht automatisch auch der bessere Wein. Entscheidend für den Preis ist meist die Arbeit, die der Weinkellerei entsteht. Für die Ernte, Produktion und Lagerung muss Kellerei viel Geld investieren. Häufig entscheiden auch der Ruf und das Renommee des Winzers über den Verkaufspreis.
Entscheidend für den Geschmack sind schlussendlich aber deine eigenen Vorlieben. Der beste Wein ist nämlich immer noch der, der dir am besten schmeckt. Und da ist es ganz egal, ob er fünf, fünfzehn oder 14.000 Euro kostet.

7. Zusatz auf dem Etikett: Wozu ist der Schwefel gut?

Jeder Wein enthält Schwefel, das ist ein wichtiger Bestandteil. Aus der aktuellen Weinproduktion ist dieser Zusatzstoff nicht wegzudenken. Auf dem Etikett wird er meist mit dem Zusatz "enthält Sulfite" deklariert.
Der Schwefel in der Flasche stabilisiert das Getränk und verhindert, das der Alkohol in der Flasche weiter gärt. Zudem verhindert der Schwefel die Oxidation. Schädlich ist der Zusatz im Wein auf keinen Fall, dafür ist die Konzentration viel zu niedrig.

8. Besser als sein Ruf: Viele Cuvées werden sorgfältig zusammengestellt

Ein Verschnitt hat einen viel besseren Ruf, als du im ersten Augenblick denken wirst. Häufig wird ein Verschnitt, auch Cuvée genannt, abfällig als Mischung als Weinresten bezeichnet. Tatsächlich steckt hinter dem Verschnitt viel Arbeit.
Für Winzer ist eine ausgezeichnete Cuvée eine Wissenschaft für sich. Sie schätzen den Anteil der verschiedenen Rebsorten am Verschnitt ganz genau ab. Jede Rebsorte bringt sein eigenes Aroma mit und sorgt am Ende für den vollmundigen Geschmack des Weins.

9. Rot oder Weiß: Der Unterschied liegt in der Lagerung

Rotwein wird ganz anders hergestellt als Weißwein. Die weißen Trauben für einen guten Weißwein werden nach der Ernte direkt gepresst und zusammen mit Hefe zu einem Wein vergärt. Nach kurzer Gärung wird die Hefe wieder aus dem alkoholischen Saft filtriert, der Wein landet zur Lagerung in der Flasche.
Beim Rotwein werden die Trauben nach der Ernte ebenfalls mit Hefe versetzt. Davor wird jedoch eine Maische aus dem roten Früchten hergestellt. Während der Vergärung nimmt die Beerenhaut roten Farbstoff auf. Erst dann kann der Wein zur Lagerung in Holzfässern abgefüllt werden. Nach kurzer oder auch längerer Lagerung im Holzfass landet dann auch der Rotwein in der Flasche und schlussendlich in deinem Einkaufswagen.

10. Masse statt Klasse: Hier wird am meisten gefüllt

Die Volksrepublik China gehört zu den größten Weinanbaugebieten auf der Welt. In Fernost wird deutlich mehr Wein produziert als in Deutschland. Hierzulande werden jedes Jahr bis zu neun Millionen Hektoliter des alkoholischen Getränkes abgefüllt. In China und auch in Südafrika sind es mehr als 11 Millionen Hektoliter. Deutschland schafft es dennoch in die Top 10 der größten Anbaugebiete auf dem Globus.
Weltweit führend bei der Produktion ist seit Jahren Italien. Das Klima zwischen Alpen und Adria bietet die besten Bedingungen für reiche Traubenernten. Jedes Jahr werden dort über 45 Millionen Hektoliter produziert. Mithalten kann da nur noch das deutsche Nachbarland Frankreich. An der Spitze sind auch Spanien, Portugal und die USA.

Klasse statt Masse: Anbaugebiete wie die Mosel punkten mit mineralischen Weißweinen (Riesling) und besonderer Klasse. Exporte von Saar und Mosel erzielen desshalb teilweise enorme Preise im ausländischen Markt.

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